Katastrophen I und II, die pink daherkommenden Umgarnungsschnüre und unerfüllte Erwartungen


Es ist Halloween — da muss alles schief gehen !!! Wir waren mal wieder von lauter lustigen Ideen besessen, wie das eine oder andere Gericht denn am besten geeignet erschiene für einen der zur Zeit laufenden Blogevents Maronen bzw. Esskastanien und Kürbis. Unser Beitrag für den heute endenden Blogevent Kürbisgerichte steht zwar schon fest: Es sind unsere wunderbaren Bunten Kürbisfrikadellen mit frischem Minze-Agavendicksaft-Joghurt-Dip, die ganz klar jede vefügbare Stimme verdient haben (großer Wink mit dem Zaunpfahl) ;-) und andererseits hatten wir für die kastanige Angelegenheit noch rein gar nix gemacht mit dieser Frucht, außer sie ab und an mal zu rösten. Tolle Ideen waren irgendwie auch schon alle vergeben wie eine kurze Recherche ergab. Also was neues kreieren.

Wir dachten da an Gefüllten Rotbarsch mit frisch gerösteten Maronen, angebratenen Tamarillo und Granatapfelkernen in karamelisierter Sauce aus dem Backofen. Das waren zumindest gestern die zur Verfügung stehenden Zutaten — zumal der Fisch dringend verspeist zu werden wünschte.
Die Esskastanien waren auch kein Problem (eher unsere hungrigen Mäuler, die das Naschen nicht sein lassen konnten), die Granatapfelkerne noch etwas sauer waren auch nicht unbedingt ungeeignet und die Tamarillo erwiesen sich als schon halbwegs reif. Und da sowieso noch selbstgemachter Vanillezucker hinzu sollte war das auch kein Problem — die Soße sehr lecker beim Probieren.
Später kam dann allerdings doch ein etwas zu sauer daherkommender Ton dazu (waren wohl die Kerne aus dem Granatapfel). Der Fisch wurde gefüllt und mit unseren neu erworbenen pinken Schnüren aus dem Hause the foodloop, sogenannten silicone trussing tools umbunden. Die Teile sehen einmal sehr chic aus und sind auch sehr praktisch da sie sich rasch zuziehen bzw. erweitern lassen und natürlich wiederverwendbar sind. Die Premiere hat auch gleich geklappt, die Schnüre nicht geschmolzen ;-)
Nach 45 Minuten also den Fisch, der zuvor in geschlossener Backform mit etwas Weißwein vor sich hin gebacken hatte, rausgeholt und aufgetischt. War aber die totale Katastrophe: Die Füllung zwar noch an dem vorgesehenen Platze – aber unansehnlich und nicht gut schmeckend geworden. Der Fisch war nicht der optimale Geschmacksverstärker. Der dazu gemachte Bulgur wurde dann mit den Resten der ungebackenen Füllung pünktlich zu Halloween ganz früh in den ersten Minuten verspeist.

Au�en hui, innen pfui
Außen hui — innen pfui

Schon zuvor war ein kulinarischer Versuch zwar nicht gerade gescheitert — aber doch nicht den hohen Erwartungen, die wir an uns legen, gerecht geworden. Zur Rettung unser Kochkünste muss natürlich hinzugefügt werden, dass das Rezept von J.O. stammt (und zwar aus seinem Kochbuch Genial italienisch, Seiten 112-115). Das soll angeblich das Beste Rezept des Buches sein und wurde von dem Autor so überschwänglich gelobt, dass wir das dich mal ausprobieren mussten.
langwierige Vorbereitung
Pastavorbereitung

Pustekuchen — das ganze Brimborium umsonst für ein nicht mal annähernd an andere gute Rezepte des Buches herankommendes Gericht. Die gefüllte Kürbis-Nudelteig-Rolle mit Spinat, Kürbis und Ricotta in Salbeibutter erwies sich als unverdaulicher Klumpen im Magen — so ganz ohne die feinen der Kombination eigenen Geschmacksverstärkungen, die das Aroma in den unvergesslichen kulinarischen MIttelpunkt des Abends zu stellen belieben.

Wir haben den Verdacht, dass der Herr unbedingt noch ein umständliches Gericht brauchte, das gut aussieht und viel hermacht. Vielleicht waren unsere Zutaten aber auch nicht in der Qualität wie sie für die perfekte Zubereitung vonnöten sind. Wir wissens nicht. Vielleicht gibts ja Leute, die das schon mal zur vollsten Zufriedenheit gekocht haben.

Und da sowieso grad kulinarisch nix klappt — servieren wir einfach mal einen trashigen pinken link zu sarah tv neinneinneinneinneinneinneinnein…..