βλήτα – was sonst? Komposition mit famosen Zucchiniblüten und Borretsch, lecker mit Meersalz und Pfeffer abgeschmeckt

Zum Ende des Sommers noch schnell das hier: βλήτα heisst die leckere Pflanzengattung, die schon mal vorgestellt worden ist, um mit Gemüse zu glänzen, das hier kaum jemand als Gegenstand der Kenntnis für sich verbuchen kann. Die Pflanze ist geschmacklich eine Mischung aus Spinat und Löwenzahn und eine sehr delikate Beilage besonders im südlichen Griechenland, die als eine von vielen Schälchen auf dem Tisch das kulinarische Esserlebnis auf Hochtouren bringt (Vorkommen sind schon bis Hessen gesichtet worden). Die Planze wird ca. 30-40 cm groß und wächst wie nix. Beim nächsten Griechenlandurlaub also unbedingt die nächstbeste Person anbetteln, doch ein paar Samen zu spendieren. Subsumieren lässt sich die Pflanze wohl unter Horta (worunter alles fällt was grün und verzehrbar zu sein scheint ;-) ).
Das Foto ist noch aus etwas mehr dem sommerlich zugeneigten Wetterzeiten und wartete seitdem auf Publizität. Da aber seit Rückkehr aus dem hohen Norden und zeitweiligen Aufenthalte in weniger nördlicheren Gegenden noch nicht so groß der Kochlöffel geschwungen worden ist, bot es sich einfach an, dies doch einfach mal nachzuholen und zur Ergötzung hier in den Blog reinzustellen. Vielleicht kennte EineR ja den botanischen oder hiesige Namen – lasst es uns wissen.

horta
Vlita

Die Zubereitungsvielfalt kennt keine Grenzen und mit anderen Zutaten wird es noch famoser. Zuerst werden Zwiebeln in erstklassigen Bio-Olivenöl glasig angedünstet, um sodann Vlita und ein bissl Borretsch (die Planze mit den lustigen blauen Blüten und den dazugehörigen Bienen) hinzuzugeben, den Deckel daraufzulassen und alles wenige Minuten anzudünsten. Bedeckung zwischendurch ab und Zucchiniblüten (die überhaupt zu gedünsteten Gemüse immer einzigartig sind), etwas Pfeffer und Salz hinzugeben; zwischendurch paar mal umrühren – fertig ist die Köstlichkeit.
καλή όρεξη

horta mit zucchiniblüten
Vlita mit äußerst leckeren Zucchiniblüten


10 Antworten auf “βλήτα – was sonst? Komposition mit famosen Zucchiniblüten und Borretsch, lecker mit Meersalz und Pfeffer abgeschmeckt”


  1. Gravatar Icon 1 Heinrich Wunderlich 17. Oktober 2007 um 17:20 Uhr

    Bei den „Vlita“ handelt es sich um ein Amaranth-Gewächs, eine Abart des Amaranthus retroflexus, der seit dem 18. Jhdt in Europa verbreitet ist (ursprüngl. Heimat Amerika).
    Eine weitere Art, Amaranthus Blitum (aufsteigender Amaranth) ist auch in Europa heimisch, die Pfalnze ist viel kleiner und kriecht am Boden.
    Das Wort „vlita“ stammt von A. blitum, der schon zu Römerzeiten gegessen wurde; die pflanze, wie sie in griechenland verwendet wird, ist jedoch eindeutig nicht Amaranthus blitum. Die Pflanze im Garten anzubauen, ist empfehlenswert. Übrigens kann man andere Fuchsschwanzarten auch essen, der Geschmack ist ähnlich.

  2. Gravatar Icon 2 kulinariakatastrophalia 18. Oktober 2007 um 18:26 Uhr

    Danke für die Unterstützung bei der Identifizierung. Erörterungen gab es auch schon mal hier.

  3. Gravatar Icon 3 Iosif Moundrianakis 15. Februar 2008 um 19:20 Uhr

    eine kleine korrektur muss ich zu den erläuterungen oben machen. die pflanze wird (selbst die hier in deutschland angebaute) bis 1,50m hoch.
    wir pflanzen die setzlinge ab mitte mai. ab juli beginnt die erntezeit und dauert, eigentlich bis september. je mehr blattspitzen man entfernt, umso mehr seitentriebe wachsen nach.

  4. Gravatar Icon 4 Heinrich Wunderlich 03. August 2008 um 12:41 Uhr

    Ich muß mich auch noch korrigieren. Die Art ist mit Amaranthus retroflexus zwar eng verwandt, es handeklt sich aber wohl um Amaranthus viridis. Habe in diesem Jahr die Anbaufläche erweitert, weil das Zeug einfach lecker ist. Die Pflanzen sind schon jetzt etwa 1,50 meter hoch.

  5. Gravatar Icon 5 kulinariakatastrophalia 04. August 2008 um 4:37 Uhr

    @Heinrich Wunderlich
    Danke für die Informationen. Da es in Griechenland viele Pflanzen gibt, die als Vilta bezeichnet werden, ist eine Bestimmung nicht immer leicht. Unser Vlita wird nicht 1,50 Meter hoch, sondern ist kleiner. Bei Interesse schicken wir gerne mal ein paar Samen zum Anbau (wenn wir noch welche finden — ansonsten fauert es bis zum nächsten Griechenlandaufenthalt oder der Ernte ;-) )

  6. Gravatar Icon 6 KathaderVlitaFan 27. Juni 2011 um 20:24 Uhr

    Hallo zusammen, ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen, als ich mich über das leckere Gemüse informieren wollte. Ich fliege nun schon seit mehr als 20 Jahren nach Kreta in die von mir liebevoll genannten „Vlitawochen“ und freue mich jedes mal wieder darauf. Nun habe ich gelesen, dass Vlita auch hier sehr gut wächst… Kann mir vielleicht jemand ein paar Samen zuschicken, damit ich mein Glück mit dem Eigenanbau versuchen kann? Das wäre suuuuuper nett. Vielen Dank schon einmal für die reichlichen Informationen und ganz liebe Grüße.

  7. Gravatar Icon 7 kulinariakatastrophalia 07. August 2011 um 15:34 Uhr

    @KathaderVlitaFan
    Schick uns einfach Deine Daten über das Kontaktformular, ein paar Samen sind noch da :)>-

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