Seit Tagen nun wird geschnippelt, geschält, gerührt und gemixt — der richtige Hit, den abzuliefern wir uns geschworen haben, ist dem Gelingen zwar nur um eine Haaresbreite entfernt, schlechthin es fehlt der stimmige — Jubelrufe hervorbringende — Ton in geschmacklich vollendeter Hinsicht. Eine Folge der zahlreichen kulinarischen Versuche sind Unmengen von Pfirsichen, die seitdem im Abstand von einigen Tagen (Unterbrechungen gabs auch) zur Zierde des Hauses gereichten und nur darauf warteten nun ihren Beitrag für das Gelingen zu erbringen. Pustekuchen! Es sollte schließlich was Leckeres aus Pfirsich und Beere komponiert werden. Von diesem Anspruch abzubringen gelang uns bisher nicht. Kennt ihr das, dass dies unbedingt dann genau das sein muss….?
Nun, zwischendurch muss auch mal die Entspannung im Kochtopf den Ton angeben und so wurde die famose Entenbrust, die günstig zu erstehen war, doch — auch aufgrund stark aufkommenden Hungergefühls — zur Vorbereitung hervorgeholt. Was jetzt aber damit machen? Ente in Orangensauce.

Barbarie Entenbrust Zwischenstation
Klingt lecker, machen wir! Ja… puh, da kam doch Orangenlikör-Zeugs und die bittere Orangenmarmelade rein, letzteres nannten wir unser Eigen und ersteres war beim besten Willen ohne langwierige Einkaufsorgien nicht aufzubringen. Also, improvisieren war mal wieder angesagt. Kurz gegoogelt, was denn die anderen da so vollbringen, aber auch nichts Ergiebiges zum gewünschten Ergebnis, das im Übrigen durch nun auftretende rasche Hungeranfälle dringend gelöst werden musste, gefunden. Also doch das Geschehen mit den vorhandenen Zutaten in der Kulinaria Katatrophalia Küche versüßen (hatte nicht neulich ein Kochblog was mit süßlichen Pfirsichen gemacht?)
Hatten wir schon geschrieben, dass wir Unmengen von Pfirsichen besitzen, nein dann ergibt sich ja hier die Gelegenheit, dies mittels des nun kreierten Rezeptes kundzutun.
Die Barbarieentenbrust (die Barbarie-Ente ist übrigens nicht so fett wie die normale Ente) wurde mit frisch gemahlenem Pfeffer (schwarz) und Resten, die sich erstaunlicherweise noch grün im ansonsten trocken-kahl befindlichen Zustand am Thymian-Töpfchen befanden, versehen und dann nachdem zuvor auch noch die Fettschicht an der Entenbrust mit kreuzförmiger schnittiger Verzierung versehen war, schnell und unerbitterlich angebraten auf fast höchster Stufe. Alkohol muss da dann natürlich auch noch rein und so entschieden wir uns doch Metaxa (5 Sterne reicht allemal) auszuprobieren und gaben einen kleinen Schuß davon hinzud der nun seinerseits einen angenehmen Duft verströmte mit den gewürzlichen Beigaben.
Öl oder gar Butter oder sonst ein Fett wurde gar nicht benötigt, da die Ente ihriges hinzugab und — schließlich hatten wir Berge von Pfirsichen (hatten wir das schon erwähnt?) die auch noch in Achtel geschnitten hinzumussten nachdem die Ente nun mit reduzierter Flamme und einem etwas für die Pfanne zu kleinem Deckel 10 Minuten vor sich hin gebraten hatte (übrigens in unserer tollen 32-cm-Schmorpfanne) und immer leckerer auszusehen beliebte. Wir haben das ja oben mal ausnahmsweise dokumentiert, wie das vonstatten ging.
Nun aber auch noch ein Schuß fruchtigen Weißweines und drei Esslöffel besagter leicht bitterer Orangenmarmelade hinzu und weitere 10 Minuten auf klein-mittlerer Temperatur sozusagen fast geschmort und begutachtet. Etwas bitter und Orangensaft wäre interessant als Zugabe gewesen (den hatten wir zwar als Saft vorrätig, aber wenn, dann musste es schon frischer sein und den hatten wir nun gerade nicht); so wurde schließlich doch auf eine beerige Zutat zurückgegriffen mit der wir schon so zahlreiche Versuche gestartet hatten, die nun ausgerechnet auch nun hier in der vorgesehen Kombination zum Tragen kam: Eine Schale Himbeeren wurde im gefrorenen Zustand hinzugefügt und ca. 5 Minuten mitgeköchelt (ein kleiner Schuß Orangenlikör wäre noch optimal). Sehr lecker die Soße dann auch ohne, dass noch reduziert worden wäre!

zartrosa Barbarie-Ente-Brust-Filet an metaxierter Pfirsich-Himbeer-Traum-Sauce
Als auch zum Verzehr geeignet erwiesen sich die grünen langen Bohnen, die dringend weg mussten und nicht so ganz zum Gericht passten, aber das schnell gefertigte Kartoffelpüree tat den Ausgleich hervorbringen und als Alles zusammen auf dem Teller mit der nun geschnittenen Barbarie-Entenbrust arrangiert war, wurde ein leckeres Essen serviert, das wir eigentlich auch als unseren Beitrag zum Blogevent Beere „einschicken“ könnten, wenn da nicht unser dringendes Verlangen wäre, genau das zu machen, was wir…. aber wir wiederholen uns, was sonst fernab unseres sonstigen Berichterstattungsverlangens ist.
1 Antwort auf “Süperbe frische zart-rosa Barbarie-Entenbrust in Metaxa-Spritzer & Orangen-Marmelade mit traumhaften Himbeeren, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und winzigen Thymianblättchen versehen an purée de pommes de terre (Rezept)”