Rote Bete mit zarter grüner Blattspezialität in dreierlei farblich durchaus ansprechender Darreichungsweise (Rezept) und die verfluchte Beseitigung diverser Rückstände (Warnung)

Es war mal wieder soweit, als der Gang über den samstäglichen Wochenmarkt so kurz vor dem vorgesehenen Ende angesagt war, um doch mal nach zu verarbeitenden Kulinaria Ausschau zu halten, die auch sogleich in Form der wunderbaren Rote Bete entdeckt wurde, die alle so anblinzelte und „hey kauf mich“ murmelte, was auch in die Tat umgesetzt wurde und nebenbei einen ärgerlichen Gesichtsausdruck bei einem offensichtlich aus dem norddeutschen Sprachraume entstammenden Pärchen auslöste, die ebendiese (dann nicht mehr vorhandene) Köstlichkeit auch für sich auserkoren hatten und nun das bittere Erlebnis des Zuspätkommens auskosten konnten.

Rote Bete ist übrigens auch für den Monat September als Blog-Event vorgesehen; die allermeisten können ja damit nicht so richtig was anfangen — dabei ist das doch saulecker! Also unser Beitrag zum Koch-Event Rote Bete
.

Rote Beete dreierlei
Dreierlei Rote Bete in Komposition mit pfeffriger Zutatendekoration

Ein klassisches Rezept aus dem griechischen Sprachraume wurde — auch um die AbstinenzlerInnen mal so richtig zu überzeugen — rasch zubereitet (30 Minuten zu veranschlagen ist durchaus im Rahmen des zeitlichen Management schwer in Ordnung) und der schon dem Untergang geweihten Sonne auf dem Fensterbrette zur Photodocumentation als Dankesgabe überreicht.

Wie wird es denn nun gemacht? — So:

Benötigt wird eine Menge Kleinkram wie Knoblauchpresse, Reibe, Pfeffermühle, Meersalz und diverse Schüsseln und Reinigungsmittel.
An Zutaten waren beizubringen

Drei große und vier kleine (Größe ist eigentlich egal) Rote Bete mit den leckeren grünen Blättern!
300 ml Bio-Joghurt von Söbbeke (gerührt)
Walnüsse, gehackt
Rotwein-Essig, Bio-Olivenöl und
drei rote Zwiebeln und Frühlingszwiebeln
Knoblauch selbstverständlich und zum Abschmecken
Salz und frisch gemahlener Schwarzer Pfeffer

Ein großer Topf mit Wasser wird ordentlich zum Sprudeln gebracht und die großen Roten Beten kommen gleich hinzu, die etwas kleinern 5 Minuten später; gekocht wird es dann noch 15 Minuten.
[Kleiner Hinweis noch: Die Blätter am besten nicht die ganze Zeit mitkochen, sondern am Anfang noch aus dem Kochwasser rausschauen lassen und nur die letzten 5 Minuten mitköcheln]
Mit einer Schöpfkelle vorsichtig rausholen und aufpassen, dass die Blätter nicht verletzt werden, die sich übrigens auch so ganz prima zum Dünsten eignen, und abtropfenderweise zur Abkühlung beiseite legen.
Dann die Blätter mit ein bissl von der Roten Bete abschneiden und den Rest Beete grob raspeln.
Dann Joghurt, kleingehackte rote Zwiebel, eine gepresste Knoblauchzehe, kleingeschnittene Frühlingszwiebeln mit jeweils einem guten Schuß Bioolivenöl und gutem (gerne selbstgemachten) Rotwein-Essig versehen und Alles schön verrühren; mit Salz und schwarzen Pfeffer abschmecken und mit der geraspelten Roten Bete vermischen. Einziehen lassen.

Dann noch eine zweite Variante herstellen mit klein gehackten Walnüssen (da dann weniger Joghurt rein).

Zur absoluten Spezialität gelangen wir dann, wenn die Rote Bete-Blätter (Schale von dem Stück Beete vorsichtig entfernen) rasch mit einer gepressten Knoblauchzehe, ein Esslöffel Rotweinessig, Pfeffer und extra tollen Olivenöl angemacht werden.

Alles zusammen auf einem Teller anrichten und als Vorspeise für noch köstlichere Hautspeisen servieren ;-)

Danach dann das schreckliche Chaos in Form von noch tolleren roten Flecken von Boden, Spüle, Wand und Händen abkratzen und sich vornehmen, das nächste Mal mit Hochsicherheitsanzug zu hantieren. Auf jeden Fall lohnt das Ergebnis, das Wagnis auf sich zu nehmen.

Bon appétit!


7 Antworten auf “Rote Bete mit zarter grüner Blattspezialität in dreierlei farblich durchaus ansprechender Darreichungsweise (Rezept) und die verfluchte Beseitigung diverser Rückstände (Warnung)”


  1. Gravatar Icon 1 Gärtnerin 09. September 2006 um 23:51 Uhr

    Und? Wieder sauber? ;-)

  2. Gravatar Icon 2 kulinariakatastrophalia 10. September 2006 um 1:49 Uhr

    Auch nach eingehender Begutachtung mit Schwämmen und dergleichen konnte festgestellt werden, dass in dem unvorsichtigerweise in der Küche liegenden Teppich einige rote Flecken ihre neue Heimstatt gefunden haben (zumindest bis wir den mal wieder waschen bleibt dieser Zustand nun eine bleibende Erinnerung an dieses Event ;-) ).

    Dass Rote Bete aber offensichtlich auch andere (ganz erstaunliche) Kräfte aufweisen kann zeigt dieser Beitrag auf dem Blog von Jean Pütz..

  3. Gravatar Icon 3 judi 10. September 2006 um 18:38 Uhr

    hey isi,
    echt coole seite! Super gemacht!noch bin ich nur in die ehre deiner koch künste gekommen ! aber vielleicht bekomme ich eure tolle teamarbeit ja schon im oktober zu schmecken! Bis bald Judi:) hdl

  1. 1 Noch mehr culinarische Blogs und diverse Köstlichkeiten // kulinaria katastrophalia Pingback am 15. Oktober 2006 um 21:09 Uhr
  2. 2 kurz&knapp: Eine sich als griechischer Salat entpuppende Kreierung aus Vorgefundenem und eine rasche Präsentation weggeworfener gar köstlich zu erschmeckender Grünbeigabe (etwas klumpig präsentiert — dafür aber mit link zum besser Pingback am 05. Juni 2008 um 3:13 Uhr
  3. 3 Der sanften und so wunderbar zarten Genüsslichkeit sich hingebend waren die Bekundungsrufe derer vieler und auch schicksam vorgetragen und so ward überaus zugetan der Rote-Bete-Blätter- und der — Überraschung! — Weiße-Bete-Bl Pingback am 02. September 2008 um 22:51 Uhr
  4. 4 Die zarte Eindellfähigkeit war durch den Kühlaufenthalt fein ausgeprägt und erwies sich als Anregung für eine blitzschnelle Reaktion, die aus zweierlei Rest gleich Berge von Famosität hervorzubringen geeignet war (Krümel-gleichfalls-Rest Pingback am 02. Oktober 2009 um 3:01 Uhr
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