Während sich andere mit zukünftigen Fragen von hoher politischer Bedeutung beschäftigten, war unsereins mit der Fabrizierung einer Geburtstagstorte für zweierlei zusammengelegte Feierlichkeiten in der freien Natur beschäftigt, die bei der Einbringung der vielfältigsten Zutaten auf entschlossenen Widerstand der hiesigen Geschäftswelt stieß, die einfach die eifrigen Bemühungen durch Nichteinbringung möglicher Sortimentsbereicherungen boykottierten, was aber durch Inkaufnahme des Aufsuchens von acht (in Zahlen 8 ) Geschäften schließlich doch glorreich überwunden werden konnte.
Während die Nachrichten aus aller Welt durch die wild vollgestellte Küche hallten, wurden speziell abgestimmte Fertigungsverfahren einem weiteren Praxistest unterzogen und bei der Hinzufügung weiterer rezeptlich nicht vorgesehener Zutaten verfeinert und dabei ordentlich genascht und das Ergebnis, hier bebildert im Blog zeitigt dies, war formidabel-überzeugend. Die Versuchung war groß, so was Berninger-Torte zu nennen, aber dann fiel auf, dass so was Tolles gar nicht mit schwarzen Tortenboden fabriziert war und so wurde die Namensnennung abgeblasen, auch aufgrund der Tatsache, dass der dazugehörige schale Geschmack fehlte und sowieso nur bei dem nachher (tatsächlich)eintretenden (rein feiertechnisch bedingten) Konsum alkoholischer Versorgungsmixturen für ein kurzes erheiterndes Lächeln gesorgt hätte.
Die Torte war genauso lecker wie sie aussieht und die Versuchung war jetzt nah damit doch einfach bei dem Blog-Event Beeren mitzumachen, der diesmal von Brot und Rosen betreut wird — was aber unsere Bemühungen andererweitiger Natur konterkarieren würde, die sich in Kochversuchen letzte Woche niederschlugen, die wir aber noch zu perfektionieren gedachten bevor wir sie präsentieren. Na ja, wir haben ja noch bis zum 15. September Zeit. Bisweilen gibts außer Konkurrenz unsere Eisigen Juli-Perlen, die wir als geschmackliche Vorbotinnen entsenden (und neulich unserer Wettbewerbsbeitrag für den Blogevent Minze war). Unser richtiger Beitrag muss also noch etwas warten, was aber auch daran liegt, dass es wieder WG-Inhalt in die Ferne zieht (diesmal zum Krabbenpulen in möndäne Kurorte mit Badeanstalten und gehäuftem Auftreten von ondulierten Pudeln mit rosa Fönwelle). Um das zu ertragen wurde schleunigst noch Torte mit auf den Weg genommen, deren Rest hier anderntags noch mal zu bewundern ist.

Resttorte, die den heutigen Tag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht überleben wird…
Als eine der mit diesem kulinarischen Kunstwerk beschenkten kann ich nur sagen, es war definitiv und mit Abstand die beste Torte, die jemals jemand für mich (oder für irgend jemand anderen, bei dem ich jemals eingeladen war) gebacken hat! Schon das Foto ist sicher geeignet, das Bedauern aller, die gestern nicht eingeladen waren, ins unermessliche zu steigern. Selbst nach dem Verspeisen von drei Tortenstücken stellte sich keinerlei schweres Sahnetortengefühl ein, sondern die oben zu begutachtende Komposition sorgte ausschließlich für angenehme Gefühle und das letzte Stück entlockte mir auch heute morgen noch trotz viel zu kurzer Nacht ein verträumtes Lächeln.
In diesen Lobgesang kann ich nur einstimmen. Normalerweise sind mir Torten immer viel zu schwer und fettig, diese jedoch war ganz anders. Deshalb wurde sie auch gleich zum Abendbrot um 4 und zum Frühstück um 6 verzehrt. Schwer zu entscheiden zu welcher Tageszeit sie besser schmeckt… eine Torte für jede Gelegenheit also.
Danke, Danke für die Blumen — das wird doch immer wieder gerne gehört so was!
) zum Event. Wir könnten aber auch warten, dass es igendwann mal einen Torten-Wettbewerb gibt…. mal schauen…..
Vielleicht wird das doch unser Beitrag (auch wenn dann jedeR diese tolle Torte nachmachen kann