Äußerst delikate Teigtaschen mit Pilz-Schinken-Pecorino-Thymian-Füllung an frischer Salbei-Butter und das Bedauern umliegender Wohngemeinschaften in unserer Nachbarschaft ihr Dasein zu fristen (Rezept)

Wunderbare kulinarische Höchstleistungen waren der Grund für unser zufriedenes und vom Genießen erschöpftes Antlitz, welches sich gerade einer gehörigen Portion Glück hinsichtlich des unseren Gaumen schmeichelnden Genusses äußerst delikater selbstgemachter Nudeln erfreute, die uns uns aber wirklich dermaßen gut gelungen waren, dass sie natürlich den verehrten LeserInnen nicht vorenthalten werden dürfen.
Wir haben mal wieder auf unser Grundrezept für Nudelteig zurückgegriffen (diesmal ohne Tomaten aber mit dem besten Bio-Olivenöl), welches mit genügender Kenntnis in Kampfsportarten vielfältigster Art leicht knetend zu bewältigen ist; den letzten Teil nahm dann unsere Nudelmaschine kraftübertragend in Bewältigung eines schön geschmeidig gelungenen Teiges, der alsbald dann dünn ausgerollt vor uns lag und sehnsüchtig darauf wartete mit den von uns bedachten Köstlichkeiten gefüllt zu werden, da wir uns für Teigtaschen oder auch italienisch Ravioli entschieden hatten, um unseren Heißhunger an diesem Tage aufwendig zu stillen und so einen neuen Rekord bei der Culinaria Anima-Aufstellung im Koch-Blog zu belegen. Wie gesagt, es war sehr, sehr lecker und ist nur zum Nachkochen zu empfehlen wie übrigens auch der Einkauf guter Zutaten, die nicht unwesentlich zum perfekten Gelingen beigetragen haben.

gefüllte leckere teigtaschen in der pfanne

Aber nun mal im Einzelnen: Die phantastisch gelungene Füllung ist super-einfach herzustellen und nicht nur deshalb zur Nachahmung zu empfehlen. Schinkenwürfel und kleingehackte rote und weiße Zwiebeln werden in Olivenöl angebraten und mit dem tollen Chardonnay Vivo Blanco aus kbA abgelöscht, wenn sie eine schön braune Farbgebung ihr eigen nennen und so auch mehr Geschmack aufweisen können. Meersalz; frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und ein paar Stängel von unserem eigenen gezüchteten und selbst getrockneten Thymian (böse Zungen, die behaupten, wir hätten ihn im Topf vertrocknen lassen haben nichts weiter als üble Nachrede im Sinn); die letzte Beigabe gibt auch den Pfiff des Ganzen und beweist mal wieder, dass einfachste Gewürze immer wieder einen durchschlagenden Erfolg hervorbringen können. Derart gelungen wurde der grob geriebene (bewährte) Pecorino Negro hinzugegeben und vermengt mit einem Spritzer Zitrone, der den ausgewogenen Aromasinnen entgegenkam.
Dann wurden noch braune Champignions in dicken Scheiben und mit Wacholder gewürzte Schinkenwürfelchen angebraten (mit Olivenöl, schwarzen Pfeffer und einer Prise Oregano), die dann nach dem Abkühlungsvorgang kleingehackt und zum schon vorhandenen Schinken-Käse-Gemisch hinzubefördert worden. Schon jetzt war klar bei einem notwendig gewordenen Zwischenprobierstadium, dass das sehr lecker werden würde — zumal der inzwischen auf dem Tisch liegende frische Salbei einen zarten Duft von seinen grünen Blättern ausstrahlte, der uns die Gewissheit brachte einen guten Einkauf getätigt zu haben (warum kann es nicht immer so perfekt zugehen?).

gefüllte teigtaschen mit salbeidekoration
gefüllte Teigtaschen mit Salbeidekoration

Die rund ausgestochenen Nudelteigstücke wurden mit der Füllung (ca. 1 Esslöffel) bedacht und dann umgeklappt und an den Rändern festgedrückt wobei — das Auge isst ja bekanntlich mit — auch an den typischen Gabelrand gedacht wurde, der mittels schnellem und kurzen Druck der Gabelspitze zum golden Abschluss beiträgt. Dann ganz schnell in kochendes Salzwasser und 3 Minuten gekocht (wenn die Ravioli durch sind schwimmen sie an der Oberfläche). Nebenan brutzelte derweil die Butter fröhlich vor sich hin und nahm unsere zweiundzwanzig frischen Salbeiblätter auf und sorgte bei den angrenzenden Wohngemeinschaften für herzzerreißende Szenen, als sie mal wieder feststellen mussten, dass Kulinaria Katastrophalia sie darben liess ;-)
Denn die Salbeibutter war das I-Tüppfelchen auf den gefüllten Teigtaschen, die nun den großen Teller — dekorativ in die Mitte gerückt — zierten.
Dazu Wasser und ein mit Zitrone, Olivenöl und roten Zwiebeln versehenen Endivien-Salat, der mit seiner geschmackvollen herberen Natur den wunderbaren auf den Boden ziehenden Ausgleich aus dem Schwebezustand zu bringen vermochte, den die intensiven Geschmacksvariationen des genossenen Gerichtes uns nun sekündlich auf Neue bescherrten, als wir sozusagen in der kulinarische Höhe verweilten. Zum gelungenen Abend gehörte auch noch ein Espresso, der diesmal aus äthiopischem Wildkaffee stammend mittellaut zischend aus der Espressomaschine ran und sein und unser kräftig-harmonisches Sujet zum Tragen kommen liess.

War das lecker!!!


2 Antworten auf “Äußerst delikate Teigtaschen mit Pilz-Schinken-Pecorino-Thymian-Füllung an frischer Salbei-Butter und das Bedauern umliegender Wohngemeinschaften in unserer Nachbarschaft ihr Dasein zu fristen (Rezept)”


  1. Gravatar Icon 1 rosa 03. September 2006 um 15:01 Uhr

    Salbei ist sowieso ein Geschenk des Himmels.

    Hab vorgestern Lauch-Käse-Quiche gemacht, und Salbeiblätter obendrauf getan. Härr-lisch!
    Gefüllte Nudeln sind natürlich auch immer gut, Salbeibutter auch meine Lieblingsbegleitung dazu, gerade, wenn die Füllung schon geschmackvoll-würzig ist. Krieg ich Hunger gerade.

  2. Gravatar Icon 2 kulinariakatastrophalia 03. September 2006 um 16:27 Uhr

    Jetzt haben wir unser Anti-Spam-Programm neu eingestellt und nun werden die Kommentare von schon freigebenen Adressen nicht sofort eingestellt. Grummel. Spam Karma 2 ist zu anspruchsvoll.

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