fürderhin: Schlechte Weine in den Abguss – Gute Weine ab ins Vakuum

Schlechte WeineGute Weine, Weine allenthalben haben ein Problem:
Sie munden mehr oder minder vorzüglich und dann wird noch eine wohlfeile Flasche nach der anderen kredenzt. Irgendwas bleibt dann als letzter Tropfen trotz weinseeliger Aufopferungsbereitschaft doch noch ein Rest übrig; was ist nun zu tun? Warten bis zum nächsten Morgen, um dann verzweifelt einen Platz im sowieso schon viel zu ausgelasteten Kühlgelegenheitenverschlussbehältnis zu suchen? Oder aber wie ist zu verfahren, wenn wieder einmal vierzehn Weinflaschen auf einmal bei einem dieser Gelage zu öffnen waren und sich dann doch alle an den zwei-drei bevorzugten edlen Weinen ergötzten oder den versteckten Kasten Bier entdeckten, es wagten das Getränkeregal zu plündern und sich daran labten.
Was also mit diesen geöffneten Flaschen bewerkstelligen, ohne in die Massen-Weinessig-Produktion einzusteigen oder sich bei Fruchtfliegen-Populationen beliebt zu machen, die sicherlich nicht schlechte Gewinne (im Falle der fliegenden Miniaasgeier finanzielle Lücken im Budget für durch den Ärger hervorgerufene Sehnsucht nach beruhigenden Mitteln zwecks Bekämfung aufkommenden Unmutes schlimmeren Ausmaßes) abwerfen würde bei diesen Margen.
Die Antwort wird manche Konsumentinnen anderer Genüsslichkeiten verwundern, stellt sich aber bisweilen doch – prekär die Situation in unserer wohnlichen Küche, die ja gerade bevölkert werden will und nicht in der Unterstützung fluchtartigen Verlassens kochpotenzieller MeisterköchINNeN ihren Lebenszweck sieht.

Simpel als Alternative für fade Erlebnisse mit sauer-perligen Bakterien
Simpel als Alternative zu faden Erlebnissen mit sauer-perligen Bakterien

Die Rettung ist denkbar einfacherer Natur und ungeheuer praktisch: Gummi-Stöpsel mit Schlitz in der Mitte (oben und hindurch) auf den Flaschenhals drauf und mittels einer Pumpe (sieht aus wie eine kleine Fahrrad-Not-Luftpumpe) ein Vakuum entstehen lassen, das den Wein- oder auch Sekt-Alterungsprozeß zumindest für ein paar Tage unterbindet. Ultra-praktikabel — das vermag kein Silberlöffel, der als alterner Geheimwaffen-Tipp so manche entäuschten Gesichtsverzerrungen als gemeine Folge beim alsbaldigen Konsum des nunmehr eher faden Getränkes hervorzubringen in der Lage war. Ammenmärchen sozusagen. Helfen tut so was allenfalls der Silberlöffelindustrie, die das zugegebenermaßen zwar wirklich dringend notwendig hätte ob ihres nicht mehr dem Zeitgeist entsprechenden Luxusambienteanscheins vergangener Jahrzehnte (die Designplastikphase der 60er, 70er mal ausgenommen, die aber auch wirklich einige Schmankerl hervorgebracht hat, wie die mit Plastik umgarnte elektrische Kaffeemühle, die wir (leider ohne dazugehörigen Deckel) unser eigen nennen. Aber das ist ein anderes Thema.


1 Antwort auf “fürderhin: Schlechte Weine in den Abguss – Gute Weine ab ins Vakuum”


  1. 1 Was es nicht Alles gibt — gar aus Glas statt Korkkorken und nachfolgende Sender « kulinaria katastrophalia Pingback am 04. April 2009 um 20:28 Uhr
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