Gefüllte Nudelecken an Sahne-Pfifferling-Wein-Soße mit roten Beeren als Ersatz für grüne Pfefferkörner und gepfefferter Salatbeilagendekoration

Der kritische Blick bei der dringend notwenig gewordenen Versorgungsengpassbeseitigungsmaßnahme fiel diesmal ins Kühlregal des extra angepriesen Biosortiments, welches inzwischen selbst in herkömmlichen Supermärkten ein doch erstaunliches Ausmaß gefunden hat, und blieb bei gefüllten Spezialitäten hängen, als da wären die dann in den Korb gewanderten Schinkenwürfel (die nicht gefüllt) und dreieckigen Ravioli, die mit einer Füllung aus Spinat und Käse (Parmesan, Frischkäse und Emmentaler) versehen waren und… . Meistens ist ja doch Vorsicht angebracht bei den inzwischen doch zahlreichen frischen Nudelsorten, die oftmals mit ihren Inlett nicht unbedingt das sind was höchsten Genuss verspricht. Die Firma Zimmermann, die mit Bioland-Signet versehen, versucht aus dieser Masse herauszustechen ist das gar nicht so schlecht gelungen — dennoch: die Spitzengruppe verortet sich anderswo.
Dies allein war natürlich nicht genug, die verdammte Kaufsucht zeigt sich mal wieder, es musste auch noch die Packung mit Bio-Minutensteaks sein. Derart versorgt gab es dann die Idee doch mal wieder eine Sahnesoße mit grünem Pfeffer herbeizuzaubern. Gut Gedacht — schlecht geplant; auch nach intensiver Suche fand sich in unserer großen Gewürzschüssel zwar alles mögliche, aber leider keine grünen Kügelchen, so dass mal wieder auf die Roten Beeren zurückgegriffen werden konnte.

Während die Zwiebeln mit eben diesem Roten Pfeffer angebraten (und mit etwas Weißwein abgelöscht wurden) fiel auf, weil diese ja eigentlich gar kein Pfeffer sind, sondern einem wenig pfeffrigen Strauch aus Südamerka entsprungen sind, dass was fehlte und so wurde noch ordentlich schwarzer Pfeffer hinzugefügt. Weil dann auch noch Pfifferlinge zur Verfügung standen füllten diese die Lücke des anderen Gewürzes durch feinaromatische Pilzwürze geschickt auf. Minuten-Steaks rein und nach drei Minuten ein Schlag Bio-Sahne für den guten Geschmack. Schnell noch geriebener Pecorino und Salz rein und kurz die Flamme hochgestellt war das Essen (nebst mit frischem Pfeffer versehener Gewächsarten) fertig. Dazu — wozu schon die Zubereitung anregte — ein Glas Wein (Chardonnay, kbA).

An dieser Stelle vielleicht noch ein Hinweis hinsichtlich einiger sich besonders schlau vorkommender „Berufs“köche, die sich nicht nur in Fernsehsendungen bezüglich der richtigen Weinwahl immer derart einfaltslos verausgaben, so dass sie entweder nur den Wein, den sie zum Kochen verwenden auch als verpflichtend zu verkonsumieren ausgeben oder gleich wissen, dass ja nur diese eine Weinsorte die richtige sein könne, was natürlich vollendendete Beleidigung jedes feinfühligen Genussmenschen ist, von denen es ja doch einige gibt ;-).
gefuellte Nudelecken an Sahne-Pfifferling-Wein-So�e mit roten Beeren und gepfefferter Salatbeilagendekoration