Flußkrebsschwänze in Weißwein-Nordseekrabben-Ambiente mit Linguini & Bavette

Gestrigen Tages (eigentlich nur deshalb nicht tagesaktuell, weil wir dem heutigen Spiel BRD-Italien mit einem politisch motivierten unterstützendem mediteran anmutendem Gericht entgegentreten wollten) gab es — wie angekündigt — die WG-Spezialität mit den Flußkrebsschwänzen und den leckeren Nordseekrabben. Unbilligkeiten wie fehlende rote Zwiebeln wurden kurzerhand durch den nochmaligen Akt des Treppensteigens und wilden Herumsuchens beseitigt, so dass wir am Ende eines kullinarischen Hochgenusses nicht abhold waren. Aber wie geht das eigentlich mit diesen den Fluß- und Meeresuntiefen entsprungenen Zubereitungsartikeln?

Nordseekrabben-Krebsschwänze in Linguini-Tomate-Paprika-Zwiebel, sehr, sehr lecker!
Nordseekrabben-Krebsschwänze in Linguini-Tomate-Paprika-Zwiebel, sehr, sehr lecker!

So wirds gemacht: Rote und weiße Zwiebeln längs sechsteln und zu zuvor erwärmten Olivenöl aus kbAhinzugeben und auf mittlerer Flamme andünsten, ein wenig weißer Pfeffer und — erstmals ausprobiert, weil wir mit unserer tollen Knoblauchpresse, bei welcher die Schale nicht mehr entfernt zu werden braucht, protzen wollten — frisch gepresstem Knoblauch, eine Prise Oregano gabs auch noch dazu, wir sind ja nicht so. Dann wird das schon lecker duftende noch mit einigen Krebsschwänzen und Krabben des Geschmackes wegen versehen und mit etwas Weißwein abgelöscht; der hingegen sollte etwas süßlich aber ansonsten trockener Natur sein, sozusagen voll harmonisch im Abgang; entschieden haben wir uns deshalb für den kostengünstigen Vivo Blanco aus kontrolliert biologischem Anbau, einen Chardonnay (QbA) aus den sonnigen spanischen Weinbergen (Penedes), Jahrgang 2004 (ein guter Jahrgang übrigens), der uns mit angenehmen Prickeln und dem typisch leicht herben Zungenschmeichler durchaus zusagte und geeignet war, ihn auch demnächst mal wieder zu konsumieren.

Vivo Blanco, Chardonnay 2004
Vivo Blanco, Chardonnay 2004

Hinzu kommt dann noch das Weiße der Frühlingszwiebeln, Paprika (rot in Streifen) und einige Kirschtomaten (gehälftelt); nach und nach wird noch mit etwas Weißwein und ein paar Krebsteile + Krabben ergänzt während die Linguini und Bavette, diese platten Spaghettis, vor sich hinköcheln. Kurz bevor die dann fertig sind kommen die restlichen Kirschtomaten, Frühlingszwiebeln, der größte Teil der erworbenen Flußkrebsschwänze & Nordeekrabben und kleingehackter (nicht gepresster) Knoblauch hinzu. Mit etwas Salz und Pfeffer fein abschmecken. Fertig! Genießen! Jubeln!

p.s. Heute gibts mangels akzeptabler Reste von gestern die von vorgestern — wobei wir die Kartoffeln praktischerweise an Pfeffer-Paprika-Zwiebel-Öl in der Pfanne zu servieren gedenken. Matjes mit Bratkartoffeln also! Typisch deutscher geht es fast nicht mehr. Wenn das nicht mal ein schlechtes Omen fürs Spiel wird….